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China und Europa setzen Dialog fort

Vertreter der Musikwirtschaft trafen sich unter der Federführung des europäischen Verbandes Confederation of European Music Industries (CAFIM) sowie des chinesischen, der China Musical Instrument Association (CMIA), in Frankfurt während der Musikmesse.

Deutliche Erleichterungen im Außenhandel mit China erwarten die Vertreter des europäischen Verbandes durch die jüngst mitgeteilten Reduktionen der Zölle und Abgaben aber auch durch die neue Freihandelszone, die in Shanghai eingerichtet wurde. CAFIM-Präsident Antoine Beaussant dankte seinem Kollegen, CMIA-Präsident An Zhi, für das engagierte Eintreten und die erreichten Fortschritte. In der Diskussion wiesen die Delegierten des europäischen Verbandes allerdings darauf hin, dass es nunmehr darum gehen muss, auch die übrigen bislang nicht von der Zollreduktion betroffenen Musikinstrumente und Zubehöre einzubeziehen. An Zhi geht davon aus, dass es aktuell noch zu keinen weiteren Veränderungen kommen wird. Man kam aber überein, das Thema weiter zu verfolgen.

Ferner thematisierten die Delegierten auf Anregung von Ivana Stolarova vom slowenischen Mitgliedsverband der CAFIM ‚Zdruzenje za industrijo glasbil Slovenije, giz‘ (ZIGS,giz) die Problematik der Verwendung von geschützten Hölzern im Musikinstrumentenbau und die Einhaltung der weltweit gültigen Vorschriften, auf die insbesondere angesichts der knappen Ressourcen verstärkt zu achten ist. Ferner sollte nach Ansicht der Sitzungsteilnehmer die eindeutige Kennzeichnung der tatsächlichen Herkunft von Musikinstrumenten sichergestellt sein.

Hinsichtlich der ‚Music China‘ wurde angeregt, das Lärmproblem zu lösen bzw. so weit als möglich zu mildern, denn die aktuelle Geräuschkulisse lässt einen ordentlichen Geschäftsgang nur noch bedingt zu. Maßnahmen könnten sein: Einrichten von Schallkabinen, entsprechende Gliederung der Ausstellerbereiche nach lärmintensiven und weniger lärmintensiven Exponaten.

Ferner befassten sich die Vertreter von CMIA und CAFIM mit der sprunghaften Entwicklung des elektronischen Handels im Musikgeschäft. Ebenso wie in Europa, so ist in China eine starke Ausweitung zu beobachten, was unter anderem zu einem großen Preisdruck beim Handel, d.h. Verfall der Konditionen führt. Der Markt ist in Europa wie auch in China extrem in Bewegung und sehr beunruhigt, insbesondere betroffen ist der traditionelle Fachhandel.

Einig war man sich, dass dieser vermehrt seine Dienstleistungen herausstellen muss, d.h. die entsprechenden Facheinrichtungen, wie Werkstatt, etc. Nur so kann er konkurrenzfähig sein und angemessene Preise realisieren.

Schließlich tauschten sich auf Anregung von Laszlo Kovacs vom ungarischen Mitgliedsverband der CAFIM ‚Hangszeresek Országos Szövetsége‘ (HANOSZ) die Teilnehmer hinsichtlich des EU-Programms „European Research & Innovation Agency for Cultural Clusters (EURICCA)“ aus, in dessen Mittelpunkt die Förderung der Kooperation verschiedener Länder innerhalb und außerhalb der EU steht. Er informierte ferner über die vom 3. – 5. Oktober in Budapest stattfindende Musikmesse Soundquest.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Confederation of European Music Industries (CAFIM)

Brunnenstr. 31, D-65191 Wiesbaden, Germany

mail[at]cafim.org, www.cafim.org

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