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Im Fokus China und Musikerziehung
Delegierte der Konföderation der Europäischen Musikindustrien (CAFIM) tagten in Paris

Im Rahmen der letzten Delegiertenversammlung der Mitgliedsverbände des europäischen Verbandes der Musikwirtschaft (CAFIM) in Paris stand die kurz vorher bekannt gegebene Reduzierung der Einfuhrzölle Chinas im Blickpunkt. Präsident Antoine Beaussant und die Delegierten begrüßten diesen Schritt sehr, der als ein Erfolg des kontinuierlichen Dialogs zwischen den Vertretern des chinesischen Verbandes China Musical Instrument Association (CMIA) und CAFIM der letzten Jahre gewertet werden kann. Man war sich jedoch einig, dass dies lediglich ein erster Schritt zur Normalisierung der Handelsbeziehung und fairer Wettbewerbsbedingungen ist. Es muss daran gearbeitet werden, dass alle Musikinstrumente und deren Bestandteile sowie Zubehöre auf den erfreulich niedrigen Wert reduziert werden, wie es der freie Welthandel erfordert und durch die WTO definiert ist.

In diesem Zusammenhang gilt es auch, die tatsächliche Größe des chinesischen Musikmarktes zu klären.

IPR-Protection spielt in den Gesprächen mit den Vertretern der chinesischen Musikwirtschaft eine immer größere Rolle, sind doch chinesische Produzenten mittlerweile selbst erheblich betroffen, so dass die Sensibilität für dieses Thema erfreulich zunimmt.

Im Rahmen der Anfang Oktober stattfindenden Music China wird darüber zu reden sein, wie auch über die Frage der Verwendung von Hölzern aus zertifiziertem Abbau, der Vermeidung von Schadstoffen und der Festlegung von Qualitätsmerkmalen für Musikinstrumente.

Die Ursprungskennzeichnung von Musikinstrumenten treibt Blüten, die zu Irritationen, nicht nur in China und Europa, führen. Ein Themenbereich, der von beiderseitigem bzw. allgemeinem Interesse ist und geregelt werden muss.

Hilfreich kann hier zum Beispiel das Label „European Excellence“ sein, das CAFIM bereits im Jahr 2006 vorgestellt hat, oder etwa der Titel: „Meister“ und das Zertifikat des Bundesverbandes Klavier e.V. „Certificate Made in Europe“ und „Certificate Made in Germany“.

Ferner stehen Fragen der Berufsausbildung auf der Agenda.

Des Weiteren gilt es, einen Gesprächskreis chinesischer und europäischer Militärmusiker einzurichten.

Musikerziehung spielt bei allen Delegiertenversammlungen der CAFIM eine zentrale Rolle, so auch in Paris. Bedauert wurde das Zurückdrängen der Musikerziehung an allgemein bildenden Schulen europaweit. Verstärkt werden sich die Delegierten für einen Erhalt des Status Quo und einen angemessenen Ausbau bzw. Erneuerung mit angemessener Berücksichtigung in den Lehrplänen der Schulen einsetzen.

Antoine Beaussant dazu: „Die Förderung des Musizierens ist allgemein von zentraler Bedeutung, nicht nur für die Musikinstrumentenindustrie, sondern für die gesamte Gesellschaft, innerhalb und außerhalb der EU respektive weltweit.“

Mit Vertretern von El Sistema, dem so erfolgreichen Musikerziehungsprogramm Venezuelas, stehen CAFIM-Mitglieder in Verbindung und prüfen, welche Möglichkeiten bestehen, davon zu lernen und evtl. Teile dieses so erfolgreichen Systems zu übernehmen.

Das deutsche System „KlassenMusizieren“ wird Anfang Oktober dem tschechischen Kultusministerium vorgestellt und in einer Präsentation an der deutschen Schule in Shanghai den Kollegen des chinesischen Musikinstrumentenverbandes sowie Vertretern der Musikerziehung.

Die nächste Sitzung der CAFIM-Delegierten mit den Vertretern des chinesischen Verbandes CMIA findet im Vorfeld der Music China statt.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die Geschäftsstelle des Europäischen Verbandes

Confederation of European Music Industries (CAFIM)
Brunnenstr. 31, D-65191 Wiesbaden, Germany
mail[at]cafim.org, www.cafim.org

v.l.n.r.
Claudio Formisano, Vizepräsident CAFIM, Delegierter Italien
Antoine Beaussant, Präsident CAFIM, Delegierter Frankreich
Ivana Stolarova, Delegierte Tschechische Republik

Bestens gelaunt im Vorgespräch, die Delegierten der CAFIM, v.l.n.r.
Emmanuel Tonnelier, Frankreich
Claudio Formisano, Vizepräsident CAFIM, Italien
Antoine Beaussant, Präsident CAFIM, Frankreich
Ivana Stolarova, Tschechische Republik
Stephen Wick, England
Vaclav Hnilicka, Tschechische Republik
Gerhard A. Meinl, Deutschland
Winfried Baumbach, Generalsekretär CAFIM

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