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Sino-Europäischer Dialog mit Fortschritten und Erfolgen

China wird Zoll auf Musikinstrumente senken – Kooperation in den Bereichen Musikerziehung, Forschung & Entwicklung sowie Militärmusik, Markenpiraterie und Plagiate angestrebt

Ausgesprochen erfreulich entwickelt sich der sino-europäische Dialog zwischen den Delegierten des europäischen Verbandes, der Confederation of European Music Industries (CAFIM) und des chinesischen Verbandes China Musical Instrument Association (CMIA)

Erfreulich, da CMIA-Präsident An Zhi, im Rahmen des kürzlich zur amerikanischen Musikmesse, des NAMM Winter Markets, stattgefundenen Treffens informierte, dass China bis 2015, unter Bezug auf die Mitgliedschaft in der Welthandelsorganisation (WTO), den ‚Zoll‘ für Musikinstrumente auf voraussichtlich 1 Prozent senken wird.

CAFIM-Präsident Antoine Beaussant und Vorstandsvorsitzender (CEO) der Buffet Group, dankte für diese bemerkenswerte Nachricht und hob hervor, dass dies als Erfolg der gemeinsamen Gespräche der letzten Jahre zu werten ist.

In gleicher Weise hob An Zhi hervor, dass es hinsichtlich ‚Markenpiraterie und Plagiate‘ positive Entwicklungen zu verzeichnen gibt. So ist es gelungen, beispielsweise „Petrof“ betreffend, erfolgreich zu sein. Auch dies wertete er als positives Ergebnis der Gespräche.

Die chinesischen Delegierten sprachen ferner die Problematik irreführender Markennamen von Importwaren an. Seitens des Generalsekretariats der CAFIM wird Hilfe und Unterstützung angeboten, um in strittigen Fällen eine schnelle Klärung unter Hinzuziehung betroffener CAFIM-Mitglieder zu erreichen.

‚Musikerziehung‘ bildet im Rahmen der Verbandsarbeit von CMIA und CAFIM einen wesentlichen Schwerpunkt. Sehr interessiert zeigten sich die chinesischen Delegierten an dem französischen Modell „Orchestre à l’école“ und am deutschen Weg „KlassenMusizieren“. Dazu wurden Informationsmaterialien auf DVD, etc. zur Verfügung gestellt. Ferner wurde vereinbart, zur „Music China“ im Oktober an der Deutschen Schule in Shanghai, die das Programm „KlassenMusizieren mit Blasinstrumenten“ praktiziert, zu hospitieren und zu prüfen, welche Möglichkeiten der Kooperation bestehen.

‚Forschung & Entwicklung‘ ist ein insbesondere die Hersteller von Musikinstrumenten sehr interessierendes Thema. Angeregt wurde, Kooperationsmöglichkeiten zwischen dem Beijing Research Institute of Musical Instrument sowie dem Institut de Recherche et Coordination Acoustique/Musique (IRCAM) in Paris, dem Laboratoire d’Acoustique de l’Université sowie Le Centre National de Promotion des Metiers de la Musique, beide in Le Mans und dem Institut für Musikinstrumentenbau in Zwota sowie Universitäten zu prüfen.

Ferner besteht Interesse, mit ‚Militärmusikkorps‘ in China und Europa und Verbindungen herzustellen und zu kooperieren.

Das Treffen im südkalifornischen Anaheim zeigte einmal mehr die zahlreichen Gemeinsamkeiten Europas und Chinas sowie die vielfältigen Möglichkeiten zusammenzuarbeiten. Die Präsidenten beider Organisationen, An Zhi, China Musical Instrument Association (CMIA) und Antoine Beaussant, Confederation of European Music Industries (CAFIM) bekräftigten ihren festen Willen, faire Wettbewerbsbedingungen zum Wohle der Verbandsmitglieder anzustreben und sicherzustellen wie auch die freundschaftliche und vertrauensvolle Grundhaltung.

Bildlegende: v.l.n.r.

An Zhi, Präsident der China Musical Instrument Association (CMIA

Antoine Beaussant, Präsident der Confederation of European Music Industries (CAFIM)

Winfried Baumbach, Generalsekretär der Confederation of European Music Industries (CAFIM)

Confederation of European Music Industries (CAFIM), der Spitzenverband der europäischen Musikwirtschaft, wurde 1977 in Frankfurt gegründet. Die Gründungsväter waren sich einig, in dem sich entwickelnden Europa verbandlich organisiert zu sein zur Lösung supranationaler Fragen, wie z.B. Zölle und Importprobleme, um diese und weitere Themen auf europäischer Ebene zu behandeln und wirksam beeinflussen zu können.

Mit fortschreitendem Vereinigungsprozess innerhalb Europas öffnete sich der zunächst auf Hersteller begrenzte Industrieverband für die gesamte Musikinstrumentenbranche, d.h. Herstellung, Vertrieb, Groß- und Einzelhandel sowie Import. Nicht zuletzt durch die Osterweiterung der EU vergrößerte sich die Zahl der Mitgliedsverbände. Heute gehören der Delegiertenversammlung Vertreter aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Norwegen, Portugal, Österreich, Schweiz, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ukraine und Ungarn an.

Vision

Ausgehend davon, dass die Freude am Musizieren ein wertvoller Bestandteil des täglichen Lebens ist, soll es allen Menschen, insbesondere Kindern, unabhängig von ihrer Herkunft, ermöglicht werden, Musikinstrumente nicht nur kennen-, sondern im Idealfall auch, zumindest eines, spielen zu lernen.

Auftrag

Die Musikwirtschaft stärken und fördern durch Vertretung ihrer Interessen.

Das Vergnügen am und den Nutzen des Musizierens in der Öffentlichkeit, der Bevölkerung bekannt zu machen und zu fördern.

Aufgaben

Fördern des Musizierens in allen Lebenslagen und Bereichen

Verbessern des Stellenwertes der Musikerziehung im Bildungswesen

Fördern der Musikschulen und Musikerziehung auf allen Ebenen

Erhöhen des Anteils der Branche an den Freizeitausgaben

Harmonisieren von Standards europaweit

Vertreten, schützen und fördern der Interessen gegenüber europäischen Institutionen/der europäischen Kommission

Anbieten, organisieren und durchführen von Foren zur Diskussion und Verhandlung gemeinsamer Interessen und Themen (u.a. z.B. Umweltfragen)

Fördern von Konsultationen und Kooperationen

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